Vaterschaft Berlin

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Gerichtlich Vaterschaft anfechten oder feststellen

Gerichtlich Vaterschaft anfechchten oder feststellen

Hierbei wird ein vom Gericht angeordnetes Gutachten benötigt, zur Prüfung einer vermuteten oder behaupteten Vaterschaft. Ein Gerichtsverfahren beinhaltet einen grundsätzlichen Unterschied zu privaten Vaterschaftsgutachten:

Der im § 17 Gendiagnostikgesetz erforderlichen Einwilligung der Beteiligten zum Vaterschaftstest steht eine rechtskräftige gerichtliche Entscheidung nach § 1598a Abs. 2 des Bürgerlichen Gesetzbuchs gleich. In diesem Falle ist eine Ablehnung nach Absatz 3 Satz 1 Nr. 1 unbeachtlich. Ach so!..?? Wie bitte? Was bedeutet das?

Das Gericht kann die Beteiligten zur Mitwirkung bei der Erstellung eines Abstammungsgutachtens verpflichten. Das Gericht entscheidet auch darüber, ob ein bereits erstelltes privates Vaterschaftsgutachten als Beweismittel zugelassen wird.

Was ist ein gerichtlich verwertbares Vaterschaftsgutachten?

Ein Gutachten, tauglich zur gerichtlichen Prüfung einer vermuteten oder behaupteten Vaterschaft. An ein gerichtliches Vaterschaftsgutachten werden höhere formale Ansprüche gestellt als an einen privaten Vaterschaftstest wie den Va-Test. Es beschreibt alle Umstände bei der Probennahme sowie bei den Untersuchungen, die relevant sein können. Die Messergebnisse werden tabellarisch sowie in Worten festgehalten. Es wird festgestellt, welche Merkmale der Erzeuger des Kindes besitzen muss. Diese Messergebisse werden mit den Eigenschaften des vermuteten oder behaupteten Erzeugers verglichen. Es wird schließlich mitgeteilt, mit welcher Wahrscheinlichkeit eine vermutete Vaterschaft besteht oder ob sie auszuschließen ist, weil erforderliche Merkmale fehlen. Fall Sie die Vaterschaft anfechten wollen, gilt das oben gesagte unverändert.

In einem Vaterschaftstest für Gerichte können bei Bedarf anstelle eines nicht verfügbaren vermuteten oder behaupteten Vaters dessen Eltern oder Geschwister untersucht werden, in speziellen Fällen auch andere nahe Verwandte. Es können aus fachlicher Sicht Schleimhautabstriche, Blut- oder Gewebeproben untersucht werden.

Der Vaterschaftstest für Gerichte enthält auch ein statistisches Beiblatt zur besseren Überprüfbarkeit der errechneten Ergebnisse. Ebenso enthält dieser Vaterschaftstest die Dokumentationen über die Probennahme und Identitätsfeststellung der beteiligten Personen. Vaterschaftslaboratorien müssen nach ISO EN DIN/IEC 17025 akkreditiert sein.

Die Durchführung aller Vaterschaftstests bei uns erfolgt unter Beachtung der geltenden Richtlinien der GeKo und nach strikten Vorgaben des Qualitätsmanagements entsprechend ISO EN DIN/IEC 17025. Wir sind seit 2005 akkreditiert.

Es sei nochmals darauf hingewiesen, dass ein Gericht jedes privat in Auftrag gegebene Vaterschaftsutachten ablehnen kann. Oft wird das Gericht jedoch aus Rücksichtnahme auf die Kosten ein geeignetes Gutachten anerkennen, wenn es den geltenden Richtlinien entspricht und die Beteiligten sich hierüber einig sind.

Wann brauche ich ein für Gerichte geeignetes Vaterschaftsgutachten?

Natürlich für Gerichte. Aber auch in Fällen, in denen eine behördliche Prüfung erforderlich ist. Bei Zuwanderung im Sinne der Familienzusammenführung aus dem nichteuropäischen Ausland kann dies notwendig werden. Eine Abstimmung mit der betroffenen Behörde ist empfehlenswert. Auch in solchen Fällen, in denen kontrovers diskutiert wird mag dies die beste Lösung sein, falls hierüber Einigkeit erzielt werden kann.

Auch hier sei empfohlen, bei unsicherer Lage grundsätzlich mit einem einfachen Va-Test zu beginnen. Die Probennahme erfolgt wie für ein von einem Gericht beauftragtes Vaterschaftsgutachten. Sollte dies notwendig werden, so kann der Va-Test nachträglich durch eine ausführlichere Darstellung zum gerichtsverwertbaren Vaterschaftsgutachten ausgebaut werden. Das Kostenrisiko ist geringer, die Beteiligten müssen nicht noch einmal zur Probennahme kommen!

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